Wie in letzter Zeit häufiger treffen wir uns am Evinger Marktplatz zur Sternfahrt nach Aplerbeck. Als wir dort nach knapp 20 Kilometern Anfahrt eintreffen, sind wir von der geringen Teilnehmerzahl etwas enttäuscht. Auch wenn wir ziemlich früh da sind, haben erst wenige Fahrer den Weg nach Aplerbeck gefunden, obwohl diese RTF einen gewissen Kultstatus besitzt.
Nachdem wir unsere Anmeldekarte selbst ausgefüllt und abgegeben haben, müssen wir noch einen Moment warten, bis uns Pfarrer Sommer mit einigen netten Worten auf die Reise schickt und der Start freigegeben wird. Das Ausfüllen der Startkarten durch die Teilnehmer ist ein netter Versuch, den Andrang an den Anmeldetischen zu reduzieren und die Zeremonie etwas abzukürzen. Ob es dabei zum Stau an den Ausfülltischen mit den Kugelschreiber gekommen ist, kann ich nicht sagen. Außerdem hält zu diesem frühen Zeitpunkt der Andrang im überschaubaren Rahmen.
Die Streckenführung ist im Vergleich zu den Vorjahren etwas abgeändert und führt nun am Waldstadion vorbei gleich in einen Anstieg hinein. Hier hat sich ein Fotograph platziert, der von den vorbeifahrenden Teilnehmern Bilder macht, die man im Ziel dann käuflich erwerben kann. Eine weitere gute Idee der Veranstalter. Die Stecke führt über Sölderholz, Opherdicke, Altendorf, Dellwig, Strickherdicke, Frömern, Bentrop und Wickede nach Echthausen zur ersten Kontrolle. Da ich ziemlich weit vorne gestartet bin, ist an dieser Kontrolle noch nicht viel los. Also warte ich auf die nächste Gruppe, die kurz danach eintrifft.
Gemeinsam mit Christoph aus Münster geht es dann weiter über Bremen und der B516, die aber im ersten Teilstück durch den Einbau ruhiger Wirtschaftwege gut umfahren wird, nach Schäferlinde, wo die Streckenteilung ist. Hier fahren Christoph und seine Begleiter weiter auf die 151er-Strecke, während Andrea und ich dem 111er Verlauf folgen. Die Bundesstraße ist zum Glück an diesem Samstag nicht sehr befahren.
An der Eissporthalle entlang befahren wir ein von landwirtschaftlichen Fahrzeugen verschmutztes Straßenstück, auf dem es vor uns wohl auch schon zu einem Sturz gekommen sein soll. Dies ist aber auch das einzige Stück der gesamten Strecke, auf dem die Straßenverhältnisse etwas kritisch sind.
Weiter geht es über Müllingsen und Deiringsen zur nächsten Kontrolle in Epsingen. Hier ist die Verpflegung ebenso wie an der ersten Kontrolle mit Gebäck und Obst reichhaltig.
Aber leider auch hier nicht viele Fahrer, so wie auf dem gesamten Streckenabschnitt vorher auch schon.
Die weitere Strecke führt nun auf allseits bekannten Wegen über Sieveringen, Gerlingen, Ruhne, Vierhausen, Schlückingen und Bausenhagen nach Frömern zur letzten Kontrolle.
Noch mal schnell etwas gegessen und die Flaschen gefüllt und weiter über Kessebüren, Billmerich und Holzwickede zurück nach Do-Aplerbeck, wo wir das Ziel nach 111 Km erreichen. Auch auf diesem letzten Streckenabschnitt gibt es kleine Änderungen in der Streckenführung.
Im Zielbereich hat der Veranstalter weder Mühen und Kosten gescheut und dafür gesorgt, dass nicht nur die Fahrer unterhalten sind, sondern auch die Begleitpersonen, die am Start zurückbleiben: eine Treckerausstellung, eine Hüpfburg für die Kinder, mehrere Radhändler zeigen ihr Sortiment, ein Fotograph präsentiert die Aufnahmen vom Vormittag, für reichlich Abwechslung ist also gesorgt.
Leider bleibt die Teilnehmerzahl hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück, zu viele haben sich anscheinend von den schlechten Wettervorhersagen abhalten lassen, an dieser bewährten und noch einmal aufgewerteten Veranstaltung teilzunehmen.. Wir sind auf der gesamten Strecke nicht nass geworden, es hat zwar eimal kurz angefangen, zu tröpfeln, was aber auch sofort wieder vorbei war.
Fazit: gelungene Veranstaltung mit einem erweiterten Unterhaltungsangebot auch für Nichtfahrer.
