|
RTF-Team
RTF-Berichte
RTF-Bewertungen
Renn-Berichte
Bilder
Statistiken
Seitenaufrufe : 374593
Wer ist online
Wir haben 24 Gäste online
|
|
|
|
Dortmund, 26.01.2011, DerWesten

Faszination Sechstagerennen. Geht es bald wieder rund? Foto: Ralf Rottmann
Mit Erinnerungen an glorreiche Zeiten und Konzepten, wie man die Six-Days in den Westfalenhallen und den Weihnachtspreis der Steher wieder Leben einhauchen kann, ist eine radsportbegeisterte Gruppe um den Dortmunder Architekten Manfred Andexer dabei, Freunde und Fans dieser Events auf zwei Rädern um sich zu sammeln. Sie will alles tun, damit bereits in diesem Jahr die beiden Radrennen wieder in Dortmund stattfinden.
„Ich bin neben der Halle aufgewachsen und habe das 6-Tage-Rennen-Fieber schon in ganz jungen Jahren sozusagen injiziert bekommen“, so Andexer nach einem Termin in der Hansestadt Bremen, wo er mit den Six-Days-Legenden Dieter Kemper aus Dortmund und Patrick Sercu aus Belgien zusammen traf. Beide ehemaligen Radsportler, die sowohl beim 6-Tage-Rennen, als auch beim Weihnachtspreis der Steher für randvolle Westfalenhallen sorgten, signalisierten, dass sie bei den Neuauflagen der Sportereignisse als Berater und Organisatoren mit dabei sein werden.
In Bremen, wo das letzte 6-Tage-Rennen Mitte Januar vor großer Kulisse stattfand, war der Belgier Patrick Sercu der radsportliche Leiter. Am letzten Tag der Veranstaltung in der Hansestadt besprachen Kemper, Sercu und Andexer bereits Konzeption und Vorgehensweise.
„Die Hallen in Dortmund haben eine neue, frische Führung, die sicher ein offenes Ohr für die Tradition des Radsports hat. Unser Konzept schließt auch potenzielle Sponsoren mit ein. Wir werden es so abrunden, dass es für die Veranstalter kein finanzielles Risiko gibt“, erklärt Andexer. „Wir stehen alle unter Zeitdruck“
Dieter Kemper, der Lokalmatador, ist von der Idee begeistert und der Überzeugung, dass derartige Veranstaltungen „in Dortmund ziehen“ werden. Kemper, mehrfacher Deutscher- und Europameister und einmal Weltmeister, begann seine sehr erfolgreiche Laufbahn bei einem so genannten „Erster Schritt“ Rennen in Schüren. Seinen ersten Sieg als Sechstage-Fahrer errang er mit seinem Teamkollegen Horst Oldenburg in Münster 1964, dem er 1966 gemeinsam mit Rudi Altig gleich vier erste Plätze in Berlin, Frankfurt, Köln und Bremen folgen ließ. Seine erste Europameisterschaft der Steher gewann er 1967 in der Westfalenhalle. Insgesamt 164 Mal startete Kemper bei verschiedenen 6-Tage-Rennen. Seine Bilanz: 26 erste, 29 zweite und 28 dritte Plätze.
Patrick Sercu ist der Sechstage-Kaiser schlechthin. Bei 223 Veranstaltungen rund um den Globus ging der „Boss“ (Rennfahrer Jargon) 88 Mal als Sieger von den Bahnen. Der belgische Olympiasieger (1964 in Tokio) und dreimalige Weltmeister sowie Inhaber von vier Weltrekorden ist überzeugt, dass ein Wiederaufleben der Six-Days in Dortmund nur Erfolg haben kann: „Ich stehe als Berater und radsportlicher Leiter für Dortmund jederzeit zur Verfügung. Dortmund und die Westfalenhalle, das war immer etwas Besonderes“. Mit Dieter Kemper und dem mir bekannten Andexer-Konzept kann überhaupt nichts schiefgehen.“
Manfred Andexer wird in den nächsten Tagen und Wochen mit allen nötigen und möglichen Partnern sein Konzept besprechen. Er erhofft sich vor allen Dingen bei den Verantwortlichen der Halle „sehr viel positive“ Resonanz. „Wir alle stehen unter Zeitdruck, denn die bisherigen Überlegungen laufen darauf hinaus, dass die große Bahn in Halle 1 zurückgebaut werden soll“, so Andexer, „das gilt es natürlich zu verhindern – was einmal weg ist, wird nicht mehr neu errichtet.“
|
Kommentar schreiben
|
|
|
|