Home Aktuelles Paukenschlag durch Grischa Janorschke bei „Köln-Schuld“

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Dortmund, 22.03.2011, Peter Kehl (Der Westen.de)

Paukenschlag bei Köln-Schuld-Frechen: Der Dortmunder Grischa Janorschke siegt im Sprint.

Paukenschlag bei Köln-Schuld-Frechen: Der Dortmunder Grischa Janorschke siegt im Sprint.

 

Traditionell wird die nationale Radsportsaison mit dem Rennen „Köln-Schuld-Frechen“ eröffnet. Ein wahrlich besonderes Ereignis für die Dortmunder Rad-Szene. Nutrixxion-Fahrer Grischa Janorschke gewann das Hauptrennen, Mathias Frohn, gelernter Mountainbiker aus dem Team Berg, setzte sich im B/C-Rennen durch. Gute Nachrichten auf von der Sommerbahn-Meisterschaft: Die Kostenfrage ist geregelt, es kann auf der „Niere“ gestartet werden.

Am Ende der 202 Kilometer langen Fahrt von Köln bis in die Eifel und wieder zurück wurde es noch einmal richtig knapp. „Ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass es noch reicht und wir die Ausreißer stellen können“, kommentierte Nutrixxion-Teamchef Mark Claußmeyer den Ausgang der 60. Austragung des deutschen Frühjahrsklassikers.

Es reichte aber dennoch: Grischa Janorschke hatte sich im Sprint einer 25-köpfigen Spitzengruppe gegen David Kopp (Team Indeland) durchgesetzt. Damit sorgte der 23-Jährige für einen Paukenschlag und einen ersten Erfolg im nationalen Vergleich. Und dachte sofort an seine Mannschaft: „Zwar stand ich ganz oben auf dem Podest, doch wäre das ohne den Einsatz des Teams nicht möglich gewesen. Es haben sich alle aufgerieben und wenn ein Fahrer wie Dirk Müller einem dem Sprint anzieht, dann macht es einen umso stolzer, wenn man die Arbeit der Teamkollegen mit einem Sieg belohnen kann.“

Bereits nach zehn Kilometern hatte sich eine fünfköpfige Spitzengruppe gebildet. Diese konnte ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf rund fünf Minuten ausbauen, ehe das Hauptfeld das Tempo verschärfte. Im Finale kam eine 20 Fahrer starke Gruppe den Ausreißern immer näher, 100 Meter vor dem Zielstrich war die Flucht beendet. Im Sprint hatte Janorschke die schnellsten Beine. Vor zwei Jahren war Janorschke Dritter in Köln - und erhielt einen Vertrag beim Claußmeyer-Team.

Dass die Dortmunder überhaupt in Köln am Start waren, hatte eine ganz andere Vorgeschichte, denn eigentlich sollten sie bei der Taiwan-Rundfahrt an den Start gehen. „Wegen der Atomkatastrophe in Japan haben wir den Start aber abgesagt“, erklärte Nutrixxion-Kapitän Dirk Müller auf Anfrage dieser Zeitung.

Jubel auch beim Dortmunder Team Berg, das eigentlich noch etwas Zeit hat, ehe die Moutainbike-Saison beginnt. Doch Mathias Frohn war diesmal auf dem Rennrad unterwegs und gewann zur Überraschung das B/C-Rennen. Damit stieg der Dortmunder direkt in die A-Klasse auf. Frohn gewann das Rennen aus einer vierköpfigen Spitzengruppe heraus, die sich bei Kilometer 120 abgesetzt hatte.

Richtig gute Nachrichten hatte auch Jürgen Graf, der Geschäftsführer der IG Dortmund, parat. Die Sommerbahn-Meisterschaft auf der Niere, die am 3. Mai beginnt, kann nun doch über die Bühne gehen. Die Frage der Kosten für die DRK-Sanitäter in Höhe von 3000 Euro ist geklärt. Die Startgebühren werden leicht angehoben, den größten Teil der noch fehlenden Summe trägt der Radsport-Westfalen Mitte. Für Sven Krause, den neu gewählten 1. Vorsitzenden der IG, ein durchaus gelungener Einstand.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 24. März 2011 um 08:09 Uhr
 

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