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Dortmund, 09.03.2011, Peter Kehl (WAZ)

Im 30. Jahr des Bestehens gefährdet: Die Rennen der Sommermeisterschaft

 

Die Radsportlerinnen aus dem Team ABUS-Nutrixxion machten ihrem Teamchef Mark Claußmeyer am Wochenende gleich doppelt Spaß. Nach dem Sieg von Anna Fischer am Samstag ersprintete die Schwedische Vizemeisterin Marie Lindberg beim belgischen Eintagesrennen „Omloop van het Hageland“ Rang vier.

„Das war ein wirklich erfolgreiches Wochenende für unserer Mädels und das gesamte Team“, resümierte Mark Claußmeyer nach den beiden Tage in Belgien. Anna Fischer , die Siegerin vom Samstag, stürzte am Sonntag mehrfach und musste das Rennen aufgeben.

Der Rennparcours durch das belgische Hageland war gekennzeichnet durch das typische Frühjahrsklassikerterrain mit Betonplatten, Kopfsteinpflaster, ein wenig Wind und kurzen Anstiegen. Diese sorgten auch im Verlauf des Rennens für eine stetige Dezimierung des Feldes. Die fünffache Luxemburgische Meisterin und Nutrixxion-Kapitänin Nathalie Lamborelle konnte sich zwei Runden vor Schluss mit einer schon sicher geglaubten Gruppe absetzen, die jedoch durch eine Verfolgergruppe wieder gestellt wurde. Neben dem vierten Platz durch Marie Lindberg sorgte e Lamborelle auf Rang zwölf für das zweite Top-Resultat aus Dortmunder Sicht.

Wer kennt sie nicht, die kleine Radrennbahn „Niere“ am Steinklippenweg. Seit 30 Jahren ist die 798 m lange Asphaltrunde Heimstätte der Dortmunder Radsportler. Mit der auf der Niere ausgefahrenen Rennserie „Sommerbahnmeisterschaft“ könnte es aber bald vorbei sein. Es fehlt schlichtweg am Geld für die Sanitätshelfer, die zwingend vorgeschrieben sind.

Diese bittere Wahrheit musste jetzt der Hombrucher Sven Krause erfahren. Krause ist Nachfolger von Peter Laudanski als Vorsitzender der IG Dortmund, der Interessengemeinschaft der Dortmunder Radsportvereine. „Die Sommerbahnmeisterschaft steht auf der Kippe“, erklärte Sven Krause. Bislang beliefen sich die Kosten für den Sanitätsdienst durch den Arbeiter Samariter Bund (ASB) bei insgesamt 1000 Euro für 20 Rennen. Das Problem: Der ASB setzt Zivildienstleistende ein, die es ab Sommer auf Grund der Bundeswehrreform in dieser Form wahrscheinlich nicht mehr gibt. Das neue Angebot des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beläuft sich auf das dreifache der bisherigen Summe, also auf 3000 Euro. „Uns bliebe nur die Möglichkeit, die Startgebühr von bislang 20 auf 60 Euro zu erhöhen. Eigentlich wollten wir das bislang nicht und suchen jetzt dringend nach einer Alternativ-Lösung“, erklärte Krause.

Wahrlich kein leichter Einstieg für Sven Krause, dessen Vorgänger Peter Laudanski nach zwei Jahren „die Brocken hinwarf“. Es ist kein Geheimnis, dass Laudanski die Mitarbeit der restlichen Dortmunder Radvereine vermisste. „Darauf sind wir als IG aber angewiesen“, so der 39-jährige ehemalige B-Fahrer aus Hombruch.

Seit Wochen hält sich das Gerücht hartnäckig in der Stadt. Eines von beiden Brackeler Rennen wird es 2011 nicht mehr geben. „Das ist Quatsch. Der Westfalenpreis läuft am 2. Juni und das Rad-Championat am 3. September“, versicherte Curve-Chef Günter Schäfer. Das dritte Dortmunder Rennen ist die Int. Meisterschaft in Hombruch am 2. September.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 03. März 2012 um 20:45 Uhr
 

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